Lifestyle/Decoration

Wer ist die perfekte Mama? Letzter Teil

Was soll ich tun?

 

Jetzt schreibe ich schon an Teil 3 meiner Mama-Kind-Job-Story und fühle mich zurück versetzt in eine Zeit, die nicht leicht war. Nicht leicht, weil ich einfach erfahren mußte, dass eine Mama, die zuhause bleibt der Kinder wegen, keinen guten Stand hat. Die Gesellschaft schaut auf sie herab und nimmt eine Mutter nicht für voll. Es wird nicht weiter in die Rentenbeiträge eingezahlt nach so langer Auszeit. Die Rückkehr ins Berufsleben gestaltet sich mehr als schwierig. Im Falle einer Trennung vom Ehemann kann man schnell finanziell zu Grunde gehen… Was alles finanziell auf einen zukommen kann und wie man sich besser absichert, kann man in dem Blogpost von Mamaclever nachlesen. Sie gibt wertvolle Tips, wie man sich vor Altersarmut schützen kann und was man bezüglich der Rente beachten sollte.

https://www.mamaclever.de/2018/03/08/warum-es-fahrlaessig-ist-wenn-muetter-mehrere-jahre-zu-hause-bleiben/

 

 

Studium mit Familie

 

Kurz gesagt, ich habe das Studium abgebrochen. Es war mit meiner Familie, mit den Vorlese Zeiten, dem Arbeitsaufwand und wahrscheinlich auch meiner mangelnden Intelligenz nicht machbar. Hallo? Ich mußte Mathe-Aufgaben lösen, für die ich zur Nachhilfe gegangen bin. Und das bei einem Studium zur Grundschullehrerin.  Aber gut, ich war wieder zuhause, meine Kids glücklich, mein Mann eher kritisch. “Was möchtest du denn jetzt arbeiten?”, war die Frage. Ich hangelte mich durch kleine Nebenjobs.

Die Kids sind groß und nun?

 

Meine Jungs sind mit dem ganzen Hin und Her groß geworden. Sie haben tolle Manieren, können kochen, ihre Wäsche selber waschen, dekorieren, tolle Geschenke machen, sind hilfsbereit, freundlich und wortgewandt. Die Kids sind groß und “nun” bedeutet, dass sie mich gar nicht mehr so brauchten. Und ich so richtig Lust hatte, zu arbeiten. mit der Hilfe der Agentur für Arbeit konnte ich nicht rechnen (siehe Teil 1). Für die meisten Arbeitgeber war ich zu alt. In meinen Beruf konnte ich nicht mehr zurück, da ich viel zu lange draussen war und keinerlei Fortbildungen gemacht habe. Ich wurde immer unzufriedener, je mehr Absagen ich erhielt. Leider hörten auch die “gut gemeinten” Ratschläge nicht auf. “Sandra, deine Jungs können jetzt auch mal ohne dich auskommen, möchtest du nicht mal wieder arbeiten gehen?”. Mein Mann saß mir dazu im Nacken und meinte, es wäre schon schön für das Familieneinkommen, wenn ich jetzt mal wieder etwas dazu verdienen würde.

So habe ich mich mit 51 Jahren selbstständig gemacht. Meine Kids unterstützen mich enorm, finden es toll und sind stolz auf mich. (sagen sie zumindest). Es ist nicht immer leicht. Ich arbeite manchmal sehr viel, habe immer noch keine Reinigungshilfe, mein Mann ist versetzt worden in ein anderes Bundesland und ist die meiste Zeit nicht da. Ich bin quasi alleinerziehend. Die Krankenversicherung verschlingt enorme Summen. Dazu kommt, dass man als Selbstständige auf jeden Job angewiesen ist. Mal läuft es gut, mal läuft es nicht so gut. Ich muss Familie, Arbeit und Haushalt immer noch unter einen Hut bringen. Aber mein Ansehen in der Gesellschaft steigt. Halleluja.

 

 

Fazit

Tja mein Fazit. Wenn ich zurückblicke und mich frage, ob ich alles nochmal so machen würde, muß ich mit Nein antworten. Ich habe es genossen, meinen Kindern beim Großwerden zuschauen zu können. Ich habe jeden Augenblick bewusst erlebt. Die gemeinsame Zeit kann einem keiner nehmen und meine Kids haben es sehr genossen, dass ihre Mama zuhause geblieben ist. Aber diese finanzielle Abhängigkeit von meinem Mann fand ich eher doof, man hat überhaupt keine finanzielle Freiheit. Man kommt sich nicht wertig vor, obwohl man ja etwas tut. Und davon eine Menge. Ich würde versuchen, irgendwie weiter zu arbeiten, sobald die Kids im Kindergarten sind. Dazu würde ich weiter vom Einkommen meines Mannes in meine Rentenversicherung einzahlen für die Zeit, in der ich nicht arbeiten würde. Wenn möglich sollte man neben der Kindererziehung und des Haushaltes stetig am Ball bleiben, was die Weiterbildung betrifft. Also abschließend möchte ich denjenigen raten, die vor der Entscheidung stehen, eine Familie zu gründen, ganz genau abzuwägen. Die Zeit mit meinen Kindern war wundervoll und ich möchte sie nicht missen. Eine Fremdbetreuung von Anfang an wäre für mich nicht in Frage gekommen. Aber die eigene berufliche Planung sollte man nie aus den Augen verlieren.

Kommt gut durch die Woche 0

 

 

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