Auf einen Plausch am Sonntag

Wo ist meine Motivation hin?

Und wen hat sie alles mitgenommen?

Ich vermute, sie ist klamm heimlich ins Sommerloch gefallen und hat meine Kreativität und Disziplin gleich mitgezogen. Und ich habe das zugelassen und bin den leisen Hilferufen nicht nachgegangen. Die Schuldige war natürlich nicht ich, versteht sich von selbst. Die Schuldige war meine Arbeit. Die habe ich wie einen Deckel über das Sommerloch geschoben. Und jetzt?

 

 

 

Hilfe, wie komme ich da wieder raus?

Auf jeden Fall nicht so, wie ich es in den letzten Wochen versucht habe. Ich habe mich auch in ein Loch begeben und da blieb ich erst einmal sitzen. Ab und zu habe ich versucht, mich mit dem kleinen Finger aus diesem Loch herauszuziehen. Hat irgendwie nicht geklappt. Die fehlende Motivation, Disziplin und Kreativität hat sich, wie ein Spinnennetz in ganz viele Bereiche vernetzt. Auf Instagram hatte ich keine Ideen mehr für Posts, mir fehlte aber auch der Antrieb, mich inspirieren zu lassen. So dümpelte mein Account vor sich hin, ich war immer weniger aktiv. Ideen für leckere Sommerrezepte verflüchtigten sich schneller wieder als sie kamen. Dem Grill wachsen bald Beine, damit er von hier fliehen kann, um nicht Rost anzusetzen. Und irgendwie ziehe ich gerade fast ständig dasselbe an.

Plötzlich begann ich aber zu merken, dass bei mir etwas fehlte. Und habe mich ausgetauscht mit Freundinnen. Und was musste ich da merken? Genau! Ich bin nicht alleine! ACHTUNG!!! Ohrwurm “Du bist nicht alleine, wenn du träumst heute Nacht”. Sorry, der musste sein.

Was gute, und ganz wichtig, offene Gespräche doch auslösen können. Sie motivieren extrem und öffnen einem die Augen.

 

Was ziehe ich daraus?

Es ist vollkommen ok und legitim, mal eine Schaffenspause einzulegen. Es ist sogar wichtig. Man merkt irgendwann auch wieder, wer und was einem wichtig ist. Ich habe mich mit einer Freundin getroffen, mit der ich mich schon ganz lange nicht mehr getroffen hatte. Wir hatten einen phantastischen Abend auf der DOCUMENTA15, mit etwas zu viel Wein und lustigen Momenten. Wir haben offen über dies und das geredet (wie ich hier bei meinem Plausch am Sonntag) und schnell gemerkt, dass genau solche Momente wichtig sind. Denn eigentlich hatte ich zuerst gar keine Lust, war träge und wäre gerne zuhause geblieben. Aber irgendwie hat meine Motivation es anscheinend geschafft, etwas über den Rand des Sommerlochs zu gucken. Bei einem Telefonat mit einer anderen Freundin hat wohl die Motivation der Kreativität geholfen und sie auch an den Rand des Lochs zu ziehen. Wir beide hatten im Gespräch Ideen für ein paar Projekte und haben uns gegenseitig geholfen. So entsteht hier gerade dieser Blogbeitrag, ich habe ein Reel “gedreht”, einen sau leckeren Nudelsalat fürs Grillen später gezaubert.

 

 

 

Nicht alles kommt gleichzeitig zurück.

Denn meine Motivation hält sich noch sehr bedeckt. Ist noch etwas bockig. Woran ich das merke?

Ich bin und war schon immer eine schlechte Frühaufsteherin. Da kam es mir sehr gelegen, dass meine Jobtermine meistens nicht vor 10:00 Uhr morgens beginnen, die Jungs die Schule hinter sich gelassen haben und bis zum Start des Studiums ausschlafen können. Ich lag bis heute morgens gerne länger im Bett mit einer Tasse Kaffee in der Hand. Aber ohne Motivation, mich bei Insta umzuschauen und aktiv zu sein. Stattdessen habe ich mich von TikTok Videos oder schönen IG Reels berieseln lassen. Das hat ab morgen ein Ende und ich werde meiner Motivation in den Allerwertesten treten. Mein Jüngster startet morgen sein 6-wöchiges Vorpraktikum für sein Studium in Vollzeit und ich werde mit ihm aufstehen, um ihm Frühstück zu machen. Natürlich kann er das auch selbst und wundert sich etwas, dass ich mich “ihm zuliebe” um 6:30 Uhr aus dem Bett quälen werde. Ich weiß noch nicht genau, was meine Motivation machen wird, wenn mein Sohn dann das Haus verlassen hat. Auf jeden Fall “habe ich vor”, sie zu überlisten und mit morgendlichen Fitnessübungen zu starten. Danach steht eine Runde Instagram auf dem Plan, um mich dann meinem Job zu widmen. Es wird schwer werden, ich weiß es. Aber da sind wir auch schon bei der verloren gegangenen Disziplin. Die hat sich nämlich ganz unbemerkt in die hinterste Ecke des Lochs verkrümelt. Dachte wohl, es fällt niemandem auf, dass sie weg ist. Aber eine etwas kneifende Hose, ein nicht schmeichelndes Shirt und die Schludrigkeit haben sie verraten. Haben mir schonungslos die Tatsache vor die Füße geschmissen. Und jetzt muß ich handeln. Drückt mir die Daumen, dass es nicht ganz so schlimm wird.

 

 

So, jetzt bin ich gespannt. Wie sieht’s bei euch gerade aus? Voll gut drauf oder auch etwas mau gerade? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.

Stay tuned

 

Eure Sandra

 

Mein Tipp

Nudelsalat mit allem, was im Kühlschrank schlummert.

 

Ich habe die kleinen griechischen Kritharaki Nudeln genommen. In Salzwasser bissfest kochen. In der Zwischenzeit 2 Zucchinis in der Pfanne mit Olivenöl anrösten. Mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen. Eine Paprika, eine Salatgurke, etwas Wassermelone und Feta in Würfel schneiden (kleine Strauchtomaten passen auch perfekt, leider mögen meine Söhne keine Tomaten). Nudeln abgiessen, abkühlen lassen. Alles vermengen und mit einem Salatdressing nach Wahl abschmecken. Im Kühlschrank durchziehen lassen. Vor dem Servieren mit angerösteten Pinienkernen und frischen Kräutern servieren.

 

Et voilà

 

 

One Comment

  • Trinidad Rodriguez

    Liebe Sandra, bin so froh, Deinen Blog gelesen zu haben (zum Lesen fehlt mir auch die Motivation), denn mir geht es wie Dir! Bin voll happy, dass ich nicht alleine bin. Die Schreiblust setzt bei mir allerdings schon länger aus …. Du verstehst. Das Gute? Ist alles keine Pflichtveranstaltung, weder Blog noch Insta noch Podcast (da war ja noch was ). Während Deine Motivation zurückkommt, muss ich wohl noch warten, zumindest was Schreiben und Podcadt angehen, ach ja, und Sport. Bin aber nicht mehr so streng mit mir, das wird schon

    Viel Motivation weiterhin, bis bald Sis ❤️

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