Travel

London is calling …

 

Oder wie funktioniert eine Familienreise mit Jugendlichen …

3 Wochen Weihnachtsferien in Hessen und dieses Jahr war alles anders. Ich mag aufgrund von 2 Unfällen nicht mehr Skilaufen. Unser Ältester wollte nicht mehr mit uns reisen, sondern lieber “unser Haus für sich nutzen” , was immer das bedeuten mochte. Und unser Jüngster hatte keinen Bock mit dem einzigen Skiwilligen, dem Papa, alleine zu fahren. OMG! Sollte das etwa heißen, wir würden nach den Feiertagen 2 Wochen aufeinander hocken? Das würde nicht funktionieren. Nicht zu dieser Jahreszeit. Nicht mit einem fast 18-Jährigen und nicht mit einem 15-Jährigen. Nicht mit uns allen. Es mußte eine Alternative her. Da kam mir doch der Newsletter von

https://www.voyage-prive.de/login/index

wie gerufen. Bei diesem Anbieter kann man letzte, freie Plätze buchen, die aufgrund von Lastminute etwas preiswerter sind. Für uns bedeutete das … London im 4 Sterne Hotel mit Frühstück. Ich habe mal kurz im Family-Gruppen-Chat nachgefragt, ob das etwas wäre. Und siehe da … plötzlich wollten alle mit. Der letzte Urlaub mit dem Großen? Wir werden sehen.  

 

 

Das Sparen geht weiter …

Flüge haben wir bei Ryanair gebucht. Ab Dortmund, das hieß wir konnten ausschlafen, denn der Flug ging um 13:30 Uhr und bis zum Flughafen mussten wir nur 1 1/2 Stunden fahren. Die Flüge lagen bei 230,- € für uns vier (Hin und Zurück), Priority mit 4 x 2 Handgepäckstücken und einem großen Koffer.

 

Planung ist die halbe Miete …

Wie sollte der Urlaub ablaufen? Letztes Jahr waren wir in Rom um diese Zeit und wir sind einfach drauf los. Das war sehr stressig, denn wir wussten gar nicht, was wo liegt. Viele Umwege haben wir dadurch gemacht und viel an Zeit vergeudet. Deshalb auch viel aufeinander eingeschimpft. Diesmal wollte ich es mal geplanter haben. Wir haben uns zusammen gesetzt und jeder hat erstmal gesagt, was er sich vorstellt. Mein Mann kann sich jedes einzelne Museum anschauen, liest jede Tafel in Zeitlupe. Unser Ältester ist auf der Suche nach Designer Schnäppchen und Vintage Märkten für Designer Klamotten. Der Jüngste ist ein Mix aus allem. Und ich brauche Eindrücke, Ausblicke, Einblicke, etwas Historisches, Geschmackserlebnisse, Shopping Ausbeute und Menschen beobachten. Kein leichtes Unterfangen.

Nachdem ich alle Wünsche vor mir liegen hatte, habe ich einen Sightseeing Plan erstellt. Denn, wenn man eine Stadt nicht kennt, aber Diverses erleben möchte, wird es schwer, sich zurecht zu finden. Zumal wir ja nur 3 richtige Tage hatten. Und jeder hat andere Interessen. Denn …

“Wer das Ziel nicht kennt, für den ist kein Weg der richtige”

Deshalb habe ich mich vor der Reise hingesetzt und erstmal geschaut, was liegt wo und was kann verbunden werden. Dafür sollte man sich die Karte von der Londoner Innenstadt mal anschauen und die Sehenswürdigkeiten und Interessen in der gleichen Gegend planen. Denn … London ist groß, aber bestens organisiert in Bezug auf Bus und Underground.  

 

 

Das Abenteuer beginnt oder wie man auf einfache Weise nach London kommt

 
Tag 1:

13:00 Uhr Abflug, Ankunft in London Stansted ca. 1 1/2 Stunden später.

 

Was ist “Uber”?

Wie kommt man am besten und am preiswertesten ins Hotel, wenn man keinen Shuttle hat? Mit der App “Uber”. (Ganz großes Dankeschön an Bill für den Tipp).

https://www.uber.com/de/airports/

Uber ist ein Art Taxi-Unternehmen. Uber vermittelt angefragte Fahrten an private Fahrer mit eigenem PKW. Und wenn man weite Strecken fahren muss, lohnt sich das sehr. Sobald ihr gelandet seid und eure Koffer habt, könnt ihr über die App einen Wagen bestellen. Ihr gebt euren Standort ein und dann bekommt Ihr eine Nachricht, welcher Fahrer euch abholt. Nebst Kennzeichen, Fahrzeugtyp und Namen des Fahrers. Der Fahrer ruft euch an, sobald er in der Nähe ist. Bedenkt bitte eines: ihr habt nur 8 Minuten Zeit, zum Fahrer zu gelangen. Danach wird der Auftrag gecancelt und ihr zahlt eine Gebühr. Aber das passiert nur Unwissenden wie uns. Ihr seid jetzt Wissende.

Die Fahrt von Stansted nach Wembley (ja, unser Hotel lag ausserhalb Londons) betrug 40 Minuten und hat 72,- £ gekostet. Trinkgeld kann man über die App bezahlen. Bus und Bahn wären teurer gewesen, glaubt mir, mein Mann ist “Kaufmann” und kümmert sich um die Finanzen in unserem Haus. Natürlich hat er das gecheckt.

 

Ankunft im Novotel in Wembley …

https://www.accorhotels.com/de/hotel-9389-novotel-london-wembley/index.shtml#origin=novotel

Die Mitarbeiter an der Rezeption waren unfassbar freundlich und haben mitgedacht. Für Die Jungs gab es getrennte Betten. Die Zimmer waren sehr geräumig und extrem sauber. Schön eingerichtet und zum Wohlfühlen hergerichtet. Es gab Kaffee und Tee auf dem Zimmer und sehr schöne vegane Pflegemittel. (Die ich natürlich alle mitgenommen habe)

 

 

Wir haben die Zimmer bezogen, die Koffer ausgepackt und uns frisch gemacht. Direkt am Hotel war ein Lidl, ein McDonald, diverse Restaurants, Pubs und Fast-Food-Läden. Da wir alle etwas platt von der Reise waren, beschlossen wir in Wembley zu essen.

 

Nur Baked Beans und Fish and Chips?

Ganz im Gegenteil … die Auswahl an internationaler Küche ist gigantisch. Kurzum wir wurden kulinarisch auf unserer Londonreise überrascht. Auf jeden Fall muss man in London indisch essen gehen. Auch wenn das eigentlich für den nächsten Tag auf dem Plan stand, waren wir doch schon am ersten Tag in einem kleinen indischen Restaurant gegenüber des Hotels. Als Vorspeise gab es Naan Brot mit diversen Saucen. Minzig, fruchtig, scharf, süß-sauer. Ich hatte eine indisch-englische Spezialität Chicken Tikka Masala mit verschiedenem Reis und Roti Brot. Die anderen hatten Lamm scharf, Butter Chicken und indisches Curry. Dazu gab es ein großes, kaltes Bier. Das Essen war vorzüglich und mit 10,- £ nicht teuer. Der Bierpreis lag bei 4,- £.  

 

 

Der beste Platz ist immer an der Theke …

aber nicht an der Hotelbar. Ein Glas Weißwein war 4,-£ teurer als ein GinTonic und hat somit schlappe 10,- £ gekostet. Aus diesem Grund sind wir an diesem Abend auch nicht alt geworden und haben uns in unsere gemütlichen Betten gelegt. Schließlich lag ein volles Programm am nächsten Tag vor uns. Dieses starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel. Und nun hieß es

 

London, wir kommen …

Direkt gegenüber vom Hotel lag eine Bahnhaltestelle mit einer direkten Zugverbindung nach London. In der Halle standen 3 Mitarbeiter mit gelben Westen, die einem freundlich und hilfsbereit zur Seite standen. Möchte man ein paar Tage in London die Underground oder Busse benutzen, sollte man sich eine Oyster Card zulegen. Die Karte sollte vor der Fahrt für Erwachsene mit 20,- £ und für Kinder zwischen 11-15 Jahren mit 15,- £ aufladen. Eine Aktivierungspauschale von 5,- £ ist in dem Betrag erhalten. Jeder Fahrgast erhält eine eigene Karte. Diese hält man beim Reingehen und beim Rausgehen vor das Lesegerät. Bittet einen der Mitarbeiter die Karte eurer Kids freizuschalten, sonst zahlen sie den Erwachsenenbetrag. Alles zur Oyster Card findet ihr hier: https://www.london-kurztrip.de/tickets/oyster-card.html Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir in London an. Dafür, dass es kalt war, schien die Sonne strahlend vom Himmel. Mehr als wir uns zu träumen gewagt haben. London im Winter schrie in unseren Köpfen nach Regen, aber wir wurden überrascht. Der erste Weg führte uns zum

 

Angezogener Big Ben …

 

 

Verpackt und eingerüstet stand er vor uns. Beeindruckend, auch wenn man ihn nicht wirklich komplett sehen konnte. Nachdem wir die üblichen Fotos im Handy hatten, ging es weiter. Wir hatten noch etwas Zeit bis dass unser Schiff zur Themse-Kreuzfahrt ablegte und so begaben wir uns Richtung Buckingham Palace. Gerade wenn man zu Fuß durch eine fremde Stadt läuft, sieht man vielmehr und bekommt tiefere Einblicke.  

 

Den Buckingham Palace fanden wir jetzt gar nicht sooo beeindruckend. Was aber auch daran liegen kann, dass er im Moment eine Baustelle ist und überall Maschinen und Bauzeugs stand. Ob die Queen zuhause war weiß ich nicht, ich habe vergessen, welche Fahne wehen muss. Sie hätte mich eh nicht gegrüßt. Vom Buckingham Palace ging es zurück zum Big Ben, denn dort sollte eigentlich am Westminster Pier unsere Themes Fahrt beginnen. Wir rasten also zurück und sahen schon von weitem unseren Kreuzfahrtanbieter “River Cruise”. Unmittelbar in der Nähe befindet sich der London Dungeons, das Sealife und Shrek’s Adventure. Allerdings haben meine Söhne alles das schon bei ihrer Klassen Fahrt nach Hamburg gesehen. Dadurch konnten wir diese Attraktionen getrost beiseite lassen.  

 

 

Den Fahrplan des Schiffs habe ich aus dem Internet. https://www.citycruises.com/de-de/themse-bootsfahrten-london/ Folglich befanden wir uns pünktlich vor Ort. Aber … auf der falschen Seite. Hingegen war das nicht das Schlimme, es wäre egal gewesen, in welche Richtung wir ablegen würden. Jedenfalls war das Schlimme … ein paar Termine wurden einfach gestrichen und die nächste Fahrt ging erst 5 1/ Stunden später. Kurzum wurde der Plan geändert. Sehr zur Freude unseres shopping begeisterten Sohnes. Mit anderen Worten … es ging direkt ins vermeintliche Paradies.

 

Vintage Märkte und Traditionen …

Dank eines perfekten Bus- und Bahnnetzes ging es für uns gegen Mittag zum Brick Lane Market Doof war nur, dass ich gar nicht geschaut habe, wann der geöffnet ist. Also zumindest nicht Dienstags. Anders ausgedrückt … die Stimmung begann leicht zu kippen. Wurde aber wieder besser, als ich The Vintage Market vorschlug. Eine Art Vintage Klamotten Flohmarkt im Souterrain eines Gebäudes. Einzelne Standbetreiber bieten dort ihre Ware feil. Sehr viele Vintage Designer Klamotten wie Burberry, Tommy Hilfiger (das alte Logo), Chanel, Barbour … Lustige Typen hängen da herum, es läuft tolle Musik. Leider haben wir nicht wirklich was gefunden. Unter dem Strich sind mir 90,- £ für einen ollen, nicht mehr schönen Schal von Burberry dann doch zu viel. In der Cheshire Street um die Ecke ging es weiter von einem Second Hand Markt in den nächsten. Zuletzt standen wir uns mit leeren Tüten und leeren Mägen gegenüber. Solltet ihr Sonntags in der Gegend sein, dann geht ins Boiler House. Ein Markt für verschiedenes Essen. Dadurch, dass dieser Teil von London ihr viel von Indern bewohnt wird, kann man hier feinstes, indisches Essen probieren und bekommen. Lohnt sich sehr, habe ich mir sagen lassen. (Wer mehr über den Brick Lane Market erfahren möchte, schaut mal hier bei Tim, der meines Erachtens eine super Beschreibung abgegeben hat https://www.londonmalanders.com/brick-lane-market-london/

 

Was gibt’s zu essen …

Meine Männer wollten an diesem Tag traditionsgemäß Fish ‘n’  Chips essen gehen. So landeten wir bei Poppie’s

 

 

 

http://poppiesfishandchips.co.uk Die Karte war nicht sehr umfangreich, aber was möchte man mehr, wenn man Fish & Chips möchte? Auswählen müsst ihr zwischen Cod (Kabeljau) und Haddock (Schellfisch). Mit 13,95 £ nicht ganz so billig, aber alle sind satt geworden und es hat geschmeckt. Ich habe dann mal zugeschlagen und mir die Hot Seafood Platter für 16,95 £ bestellt.  

 

 

Dadurch, dass wir den ganzen Tag stramm durch London marschiert sind, waren wir richtig platt. Ehe wir uns versahen, war es Abend und es zog uns alle in die Gemütlichkeit unseres Hotels. Also auf zurück nach Wembley. Fortsetzung folgt …  

 

Fotos: SenseOfTaste Sandra Skornia

 

2 Comments

  • Anna

    Hallo Sandra,
    herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen Blog. Du schreibst grossartig. Wir sind auch öfter in London und jedesmal findet man etwas Neues. Bei uns auch: Mann Museum, Sightseeing, ich: Shopping, Leute gucken, Trödelmärkte, Restaurants ausprobieren und Sohn:Musikläden, Plattenläden, Restaurants… Wir machen auch immer einen Ablaufplan mit Datum und sogar Uhrzeit. Nicht um alles einzuhalten, sondern um zu wissen, was wann geöffnet hat. Es gibt für London auch „getyourgide“. Dort kann man verschiedene Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen etc. buchen. Dss klappt immer super.
    Liebe Grüsse
    Anna (Annahe mein Leben und ich)

    • Sasko367

      Liebe Anna,
      jetzt habe ich gerade erst festgestellt, dass du mir geschrieben hast. Vielen herzlichen Dank für dein Feedback, welches mich total freut. Ja, London ist echt eine faszinierende Stadt und ich war bestimmt nicht das letzte Mal da.
      Ganz liebe Grüße
      Sandra

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